

Der europäische Steuerzahlerpreis, der „Europäische Stier“, der am 12. Dezember 2001 in Brüssel zum dritten Mal von der TAE vergeben wird, geht an Dr. Willem F. Duisenberg und Prof. Dr. Bernhard Friedmann.
Der europäische Steuerzahlerpreis symbolisiere, so Präsident Rolf Baron von Hohenhau, den niemals endenden Kampf ums Überleben, Stärke und Durchsetzungsvermögen, zugleich symbolisiere er aber auch Europa.
Ein Europa, das nach der Zielsetzung der europäischen Steuerzahlerorganisation Visionen gegenüber offen stehen müsse, ein Europa der Regionen, der Bürger und Steuerzahler, nicht dagegen ein Europa der Bürokratie und Reglementierung.
Im besonderem Maße entsprechen die beiden Preisträger der Symbolik und Intention des Preises, so die europäische Steuerzahlerorganisation.
Dr. Wim Duisenberg, Präsident der Europäischen Zentralbank, stehe für die Stabilität des Euros und die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Duisenberg habe sich, so die Taxpayers Association of Europe, nicht den nationalen Partikularinteressen gebeugt, als es um die Frage der Aufweichung der Stabilitätskriterien ging. Die Einführung des Euros sei eine der bemerkenswertesten und entscheidenden Entwicklungen der letzten Jahre. Europa müsse weiter zusammenwachsen, wirtschaftlich stärker werden, dazu brauche Europa einen stabilen Euro.
Prof. Dr. Bernhard Friedmann werde für seinen Kampf gegen die EU-Verschwendung sowie gegen das verkrustete EU-Subventionssystems ausgezeichnet. Nach Ansicht des europäischen Steuerzahlerbundes ist es gerade beim EU-Finanzsystem dringend erforderlich, Reformen einzuleiten, um den wachsenden Anforderungen der anstehenden Osterweiterung gerecht zu werden. Als ehemaliger Präsident und Mitglied des Europäischen Rechnungshofes habe Bernhard Friedmann frühzeitig erkannt, dass Haushaltskontrolle nur dann funktionieren könne, wenn das System transparent nachvollziehbar sei und auch entsprechende Sanktionsmöglichkeiten geschaffen würden. Friedmann sei mit seinem Engagement eine wesentliche Stütze der europäischen Steuerzahlerorganisation.
Öffentliche Verschwendung ist aus Sicht der Taxpayers Association of Europe genauso gesellschaftsschädigend wie Steuerhinterziehung. In beiden Fällen
wird dem Staat und der Gesellschaft ein Schaden zugefügt. Beides sollte bestraft werden.
Um eine Verbesserung der EU-Finanzkontrolle herbeiführen zu können, sei es erforderlich, endlich auch eine europäische Finanzverfassung - wie in den 10 Geboten der Steuerzahler formuliert, die die Rechte schütze und Pflichten der Bürger eindeutig definiere - zu schaffen.
Die im Rahmen der Preisverleihung gehaltenen Reden sind auf der Homepage der TAE (http://www.taxpayers-europe.org) verfügbar.
Kontakt: Michael Jäger, TAE Büro München, Tel: 0049 89 126 008 20
Walter Grupp, TAE Büro Brüssel, Tel: 0032 2738 71 12
Brüssel, 12. Dezember 2001
V.i.S.d.P. Rudolf G. Maier
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